Middelberg war einer Einladung des Elternrates gefolgt, die ihn bereits vor Weihnachten am Waffelstand des Kindergartens angesprochen hatten. Anlass des Besuches war ein Projekt der Kinder zu den Kinderrechten: Die Rabengruppe hatte sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und wollte dem Bürgermeister ihre Ergebnisse vorstellen.
Die Kinder freuten sich sehr über den Besuch und hatten zahlreiche Fragen vorbereitet: Neben persönlichen Fragen wie „Was ist Dein Lieblingstier?“ oder „Was ist Deine Lieblingsfarbe?“ interessierten sie sich auch für den Alltag des Bürgermeisters. Auf die Frage der 6-jährigen Viola, ob er gerne aufräumt, antwortete Middelberg schmunzelnd, er meine schon, seine Frau sähe das allerdings etwas anders. Auch Themen aus dem Alltag der Kinder kamen zur Sprache. Harun (6) fragte, wann die schiefen Bäume in seiner Straße gefällt würden, da er Sorge habe, sie könnten umkippen. Den Hinweis und ein Foto der Bäume nahm der Bürgermeister dankend entgegen und sagte zu, die Angelegenheit prüfen zu lassen. Zudem erkundigten sich die Kinder nach möglichen Verbesserungen beim Busverkehr sowie nach einem Fahrradweg zwischen Westerkappeln und Lotte.
Nachdem die Kinder ihr Recht auf Information genutzt hatten, stellen sie dem Bürgermeister auch die weiteren Kinderrechte vor, die sie gemeinsam auf einer Leinwand gestaltet hatten.
Middelberg betonte: „Es ist wichtig, dass Ihr Kinder Eure Rechte kennt. Aber noch wichtiger ist es, dass Eure Eltern diese Rechte ernst nehmen.“
Zum Abschluss präsentierten die Kinder ein selbst gedichtetes Lied, in dem in jeder Strophe ein Kinderrecht vorgestellt wurde. Beim Recht auf Gesundheit sangen sie beispielsweise: „Wenn ich krank bin, bleibe ich zuhause.“
Als kleines Geschenk hatte der Bürgermeister Duplo-Steine sowie einen Marienkäfer auf einem Kleeblatt mitgebracht. Dabei erklärte er den Kindern auch die Bedeutung des Kleeblatts für die Gemeinde Lotte: Aus der Luft betrachtet erinnere das nahe Autobahnkreuz an ein Kleeblatt. „So haben auch wir Erzieherinnen und Erzieher heute noch etwas Neues gelernt“, sagte Erzieherin Bettina Niederholtmeyer mit einem Lächeln.